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Zur Weinkultur in der Champagne
Unser immer treue und tüchtige Mitglied Erich R. MÜLLER gibt uns seine Eindrücke von der Reise mit der Académie Suisse du Vin vom 16. – 20. Mai 2001
Anmerkung: Die nachfolgende Beschreibung basiert auf den Reiseeindrücken, ohne dass ein Anspruch auf eine systematische Beschreibung
erhoben wird. Insbesondere stellen die Degustationsnotizen die rein individuellen Empfindungen eines einzelnen Mitreisenden – des Autors – dar.
16. MAI 2001: ANREISE – EMPFANG
Hôtel, «L‘ Assiette Champenoise», Tinqueux/Reims DÉGUSTATION:
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CHAMPAGNE R. & P. LEGRAS, CHOUILLY; BRUT, BLANC DE BLANC (Chardonnay):
Helle altgoldene Farbe; nach Äpfeln und Agrumen fein duftendes Bukett; angenehmer, ± kräftiger Körper mit sehr feiner Kohlensäure;
wenig prickelnd; ein wenig perlender Wein von feiner, sehr angenehmer Frucht und von kürzerer bis mittlerer Länge. Ein Wein der zum Reisestart bestens gefallen hat.
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LAURENT-PERRIER, TOURS-SUR-MARNE; BLANC DE BLANCS DE CHARDONNAY, CÔTEAUX CHAMPENOIS AC (keine Dosage,
« stiller » Wein) : Hellere leicht grünlichgelbe Farbe ; eher verhaltenes Bukett; etwas säurebetonter und von
Zitronen- und Grapefruit-Aromen getragener Körper; kürzerer Abgang.
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CHAMPAGNE VEUVE CLIQUOT-PONSARDIN, REIMS (NM); 1995; ROSÉ RÉSERVE, BRUT (Rosé nach der Saignée-Methode):
Hellere zwiebelrote Farbe; nach sehr reifen Früchten duftendes Bukett mit deutlichen Oxidationstönen; reichlich fruchtiger Körper
von guter Struktur; mittlerer Abgang. Ein recht angenehmer, nur wenig perlender Champagner, mit mässiger Kohlensäure.
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P. LOUIS MARTIN, BOUZY (RM); BOUZY ROUGE, 1995, GRAND CRU, CÔTEAUX CHAMPENOIS AC (keine Dosage, «stiller » Wein):
Schwach bis mässig intensive granatrot- bis zwiebelfarbige Erscheinung; deutliches Himbeer-/Brombeer-Bukett von sehr reifen
Früchten; eher überreifer, kräftiger Körper; höchstens mittellanger Abgang. Ein reichhaltiger « tiller Champagner » von kräftiger Struktur.
17 . MAI 2001 : EINFÜHRUNG IN DIE
CHAMPAGNE – CÔTE DES BLANCS
Maison de la Champagne, 5, Rue Henri-Martin,
F-51200 Épernay
Hier am Sitz des C.I.V.C. (Comité Interprofessionel du Vin de la Champagne) wurden die Reiseteilnehmerinnen und –teilnehmer von
Mme Anne-Marie Chalabert und Mr Jöel Rochard in die Eigenschaften der Weinkultur – die Anbaubedingungen und –methoden, die Vinifikation
und einige rechtliche Bestimmungen – eingeführt. Das Ziel des C.I.V.C. besteht in der Organisation und der Pflege von Handelsbeziehungen, der Gewährleistung
einer beständigen Qualität sowie der Wertsteigerung und des Schutzes der Appellation Champagne. Dazu werden Önotechniken durch
Grundlagenarbeiten, mit zwei Versuchsrebbergen, einem Versuchsinstitut sowie einem Labor weiterentwickelt. Im Weitern werden die AOCBestimmungen
vollzogen. Zudem unterhält das C.I.V.C. den Internetauftritt unter dem sehr viel Wissenswertes über die Weinkultur in der Champagne zu entnehmen ist.
Seit der Römerzeit – also ab dem 1. bis 4. Jahrhundert – wurden in der Champagne Reben kultiviert. Erst Ende des XVII. Jahrhunderts wurde
vom Prokurator und Kellermeister der Abtei von Hautvillers Dom Pérignon (1638-1715) der erste echte «Vin de Champagne » erzeugt. Am 22.7.1927
fand die erste klare Abgrenzung des offiziellen Anbaugebietes und zwar als eine der ersten « Appellation d‘Origine Controllé » statt.
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts nahm die Champagne-Rebfläche nahezu um das Dreifache zu. So waren es 1950 erst 11‘000 ha, 1960 12‘000
ha, 1970, 18‘000ha, 1980 24‘000ha, 1990 27‘000ha und 2000 gar 30‘300 ha rebbestocktes Areal. Damit nimmt der Champagne-Anbau 3,4%
der französischen Anbaufläche ein. So belegt er den fünften Platz hinter den Gebieten Bordelais, Cognac, Vallée du Rhône und Languedoc-Roussillon.
Die Weinberge der Champagne sind in vier Zonen unterteilt: Montagne de Reims, Vallée de la Marne, Côte des Blancs und Côte de Bar (Aube).
Der über 260‘000 Parzellen umfassende, also kleinparzellierte Anbau wird in rund 324 Gemeinden vorgenommen. Die mittlere
Parzellengrösse von nur 11 a ist die Folge der alten Erbteilungen und der nur geringen Landzusammenlegungsarbeiten. Die Anbaufläche
verteilt sich auf mehr als 15‘000 Winzer. Von ihnen besitzen deren 22% mehr als 3 ha und 54% zwischen 1 und 3 ha Rebland.
Der Untergrund für typische und hochklassige Champagnerweine besteht aus den Schichten der Oberen Kreide. Diese vorwiegend feinkörnigen
und porösen Kalke wurden während der Kreidezeit (vor 90 bis 60 Mio. Jahren) abgelagert. Ihre Lagerung ist meist horizontal. Dank ihrer mergeligen
/ tonigen Natur der Zwischenschich-ten liegt im gesamten Gesteinskomplex der Oberen Kreide ein beachtliches Wasserrückhaltevermögen von
rund 300 l Wasser pro m3 Erdreich vor. Die Plateau-Flächen über den, die Kreidekalken überlagernden Gesteinsserien der Tertiärzeit sind
meist bewaldet. Die dazugehörenden Tertiärkalke sind im oberflächennahen Bereich unterschiedlich stark verkarstet. In der Vallée de la Marne ist entlang
der mit Reben bestockten Talabhänge der Untergrund ebenfalls aus Schichtserien der Tertiärzeit aufgebaut. Für den Weinbau ergeben
die geologischen Verhältnisse, dass die Grand Cruund die 1er-Cru- Lagen meist über den Serien der Oberen Kreide, respektive über deren
Verwitterungsböden befinden.
Fig. 1 : Geologischer Profischnitt, verlaufend ca. 2 km östlich von Mailly-Champagne / Montagne de Reims (aus POMEROL, CHARLES, 1986; Fig. 12)
Fig. 12 – Coupe géologique de la Montagne de Reims, Profil géomorphologique et utilisation du sol de Reims à la Vesle.
Cr, Craie; Th, Thanétien; Sp, Sparnacien; Cu, Cuisien ; Lut, Lutétien ; Bart, Bartonien; Lu, Ludien; San, Sannoisien.
Die Champagne liegt im Einflussbereich eines gemässigten ozeanischen (atlantischen) Klimas. Die klimabedingten Hauptprobleme bergen für den
Weinbau das Auftreten häufiger Frühjahrsfröste und extremer Gewittern in sich, die oft von Hagelschlag begleitet sind. Aufgrund ihrer geografischen Breitenlage
von rund 49°N liegt die Champagne unmittelbar am Nordrand der globalen Weinbaugürtels.
Für den Bereich Reims – Montagne de Reims – Épernay kann von einer mittleren Jahresniederschlagsmenge von um 620 mm ausgegangen
werden. Dabei sind während der Hauptvegetationszeit (April bis Oktober) monatlich zwischen 12 und 15 Niederschlagstage mit =
0,1 mm, 7 bis 10 Niederschlagstage mit = 1 mm und schliesslich nur noch zwischen 2 und 5 Niederschlagstage mit = 5 mm zu verzeichnen.
Ebenfalls zur Hauptvegetationszeit sind hier durchschnittlich 26 Nebeltage mit mindestens einmal pro Tag einer Sichtweite von weniger als 1 km.
Die mittlere potentielle Jahresverdunstungsmenge entspricht hier etwa der mittleren Jahresniederschlagshöhe. Dies bewirkt, dass in der
Champagne praktische keine niederschlagsbedingte Grundwasseranreicherung erfolgt. Eine solche kann somit nur durch unterirdische Zuflüsse
aus dem Karstsystem oder durch Anreicherungen mittels Flussinflitrationen erfolgen. Während die mittlere Jahrestemperatur 101/2°C misst, schwanken
während der Hauptvegetationszeit die mittleren Tagestiefstwerte zwischen 41/2°C und 121/2°C sowie die mittleren Tageshöchstwerte zwischen
14°C und 24°C. Die Jahres-Sonnenscheindauer liegt in der Champagne um 1750 Stunden, die für das Gedeihen der Rebkulturen entscheidende
Sonnenscheindauer während den Monaten April bis und mit Oktober beträgt im Mittel 1360 Sonnenstunden.
In der Champagne finden sich Rebberge, die in alle Himmelsrichtungen exponiert sind. Die Hangneigungen der mit Reben bepflanzten
Abhänge messen oft ab 10%, selten sind sie steiler als zwischen 35% bis 40%. Es scheint, dass die Wahl der nach allen Himmelsrichtungen exponierten
Rebanlagen, die Folge der «Cru-Einstufung » ist. Diese berücksichtigt als einziges Kriterium nur die Lage innerhalb eines bestimmten Gemeindebanns
– und zwar unabhängig von der jeweiligen Exposition.
Die tiefsten Reblagen werden dadurch festgelegt, dass noch genügend Raum zum Abfliessen der Kaltluft vorhanden ist. Das heisst, sie müssen
ausserhalb der gefährlichen « Kaltluftseen » liegen. Dies bewirkt, dass sie in der Regel 10 m bis 30 m über den massgebenden Talsohlen enden. Die
obere Höhenbegrenzung ist vielerorts durch die Höhenlage der Schichtobergrenze des Oberen Kreide – Gesteinsserien, gegeben, respektive die
Untergrenze der darüber folgenden Tertiärgesteine. Dadurch resultieren für das Auftreten der Weinanbauzone Höhenlagen von zwischen 100m und 220 m ü. M..
In der Champagne werden ausschliesslich drei Rebsorten angebaut: Zu 38% Pinot Noir, zu 35% Pinot Meunier und zu 27% Chardonnay. Die Pinot
Noirs werden vorwiegend in den Montagne de Reims und in der östlichen Vallée de la Marne angebaut. Sie geben die kräftigsten und robustesten
Weine. Sie sind daher auch am lagerfähigsten. Die Pinot Meuniers finden sich vorwiegend in der westlichen Vallée de la Marne, NW von Reims und
in der Côte de Bar. Die Chardonnayreben werden dagegen in den östlichen Montagne de Reims, in der östlichen Vallée de la Marne und – selbstredend
– in der Côte des Blancs angebaut.
Durch die AOC-Bestimmungen wurden 1927 die Grenzen der Rebfläche festgelegt; 1935 folgten dann die einzuhaltenden Regeln bezüglich der
Rebsorten, Anbaumengen, Vinifikationsmethoden und der Flaschenlagerung. Als Weinarten zugelassen sind Champagner Assemblagen und Mono
Crus, Champagne Blanc de Noir und Champagne Rosé. Alle « Champagne - millésimé » benötigen eine mindestens dreijährige Flaschenlagerungszeit.
Es gilt der Hinweis, dass je 80% aller Champagnerweine Assemblagen und/oder Champagne - non millésimé sind. Bezüglich der Assemblagen
gelten keine besonderen Regelungen. Obschon für alle Crus die maximalen Erntemengen auf 13‘000 kg/ha festgelegt sind, liegen die Normalerträge
wesentlich tiefer, d. h. zwischen 8‘000 und 10‘000 kg/ha
Insgesamt fanden 17 Gemeinden ihre Aufnahme als Grand Cru Lage. Diese liegen entlang des nordöstlichen bis südöstlichen Abhanges
der Montagne de Reims und im nördlichen Abschnitt der Côte des Blancs. In 43 weiteren Gemeinden gedeihen die Reben der 1er Cru Lagen.
In den restlichen 264 Gemeinden sind die normalen Cru Champagne gelegen. Die Traubenpreise richten sich streng nach ihrer Cru-Herkunft. So
wurde im Jahr 2000 das anfallende Traubengut von Grand Cru Lagen für 100%, d. h. für FF 26 bis FF 27 vergütet. Solches aus den 1er Cru Lagen zu 90%
bis 99%, d. h. für FF 23.40 bis FF 26.73 ; für jenes der normalen Cru Champagne Lagen erzielte man nur noch 80% bis 89%, d. h. für FF 20.80 bis FF 24.03 (1FF ~ 6 _).
In der Champagne werden vorwiegend Schaumweine (Appellation AOC Champagne) produziert. Diese zeichnen sich durch die Vornahme
von zwei alkoholischen Gärungen und einem dazwischen liegenden biologischen Säureabbau aus. Während die erste unmittelbar nach dem
Pressvorgang eintritt, erfolgt - nach einer kombinierten Hefe-Rohzuckerbeigabe bei der Flaschenabfüllung - die zweite Gärung als Flaschengärung.
Nach Abschluss des Reifeprozesses wird den Weinen nach der Entfernung des « Dépôt », d.h. nach dem erfolgten « Dégorgements » oft eine Zucker –
Weinmischung zugegeben (= Dosage). Dadurch wird die Weinart bestimmt, also ob ein Extra-Brut, ein Brut ein Sec ober Demi-Sec entstehen soll.
Die nicht moussierenden, also « stillen » Weine mit der Appellation AOC « Coteaux Champenois » werden in traditioneller Art als trockene Weiss-,
Rosé- oder Rotweine vinifiziert. Dabei wird bei deren Bereitung in der Regel ein biologischer Säureabbau vorgenommen. Alle diese Weine
zeichnen sich meist als fruchtige, jedoch häufig stark säurebetonte Weine aus.
Die Etiketten von Champagnerweinen werden stets mit der Angabe der «Marke» nach AOC, Alkoholgradation und den Produzenten mittels
Name, Adresse und Kennzahl bezeichnet. Die letztere enthält eine Zahlengruppe und eine zweistellige Buchstabenfolge. Diese ist wie folgt zu entschlüsseln:
« M.A.» = marque d‘acheteur, « N.M.» = négociant-manipulant, « R.M.» = récoltant-manipulant, « S.R.» = société de récolteurs und « C.M.»
= coopérative-manipulant.
Der Champagner Weinbau ermöglicht eine Beschäftigung für 32‘000 Personen. Diese waren 1999 für ca. 12‘600 Champagnermarken in 14‘695
Winzerbetrieben, 45 Handelsgenossenschaften und 264 Handelsbetrieben tätig. Der Verkauf von Selbsteinkelteren (« R.M.» Betriebe) macht z. Z. ca.
20% aus, jene der Coopérativen ca. 10%. Der Anteil der «Maisons de Champagne» umfasst schliesslich 67%. Die Produktion der Exportweine wird dagegen
zu 90% von den letzteren vorgenommen.
Champagne Milan, 4 Route d‘Avize, F-51190 Oger (Côte des Blancs)
Das Haus «Champagne Milan» ist ein Familienbetrieb, das in 5. Generation betrieben wird. Hier werden dem jährlich ca. 80‘000
Flaschen, d.h. etwa 600 hl qualitativ hochstehende Champagnerweine produziert.¨
DEGUSTATION:
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CHAMPAGNE JEAN-CHARLES MILAN, OGER (NM); OGER, BRUT BLANC DE BLANC, «SYMPHONIE », SÉLECTION, 1995, GRAND CRU
(100% Chardonnay, während 5 Jahren gereift in eigenen Kreidekalk-Kellern, Hand-Remuage auf den Rütteltischen [= « Pupitres »]), Dosage 0,5%):
Grünlich goldene Erscheinung; deutlich perlend mit schönem Perlenkranz ; nach Äpfeln und Pfirsichen wohl duftendes Bukett; angenehmer,
nicht zu ausladender Körper; kürzerer Abgang. Ein gut ausgeglichener, sehr schöner Apérowein.
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CHAMPAGNE JEAN-CHARLES MILAN, OGER (NM); OGER, BRUT BLANC DE BLANC, «CUVÉE DU MILLENAIRE», GRAND CRU
(100% Chardonnay, Ernten 1995 und 1996, während 4 Jahren gereift in eigenen Kreidekalk-Kellern, Hand-Remuage auf den
Rütteltischen [= « Pupitres »]), Dosage 0,5%): Grünlich goldene Erscheinung; deutlich perlend mit schönem Perlenkranz ; verhaltenes,
nach Äpfeln und roten Grapefruits duftendes Bukett; markanter Körper; mittlerer Abgang. Ein kräftiger, gut strukturierter Champagner.
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CHAMPAGNE JEAN-CHARLES MILAN, OGER (NM); OGER, BRUT BLANC DE BLANC, «CUVÉE DE RESERVE», GRAND CRU (100%
Chardonnay, Ernten 1994 und 1995, vinifiziert in alten Eichenfässern à 205 l, während 5 Jahren gelagert in eigenen Kreidekalk-Kellern,
davon 2 Jahre im Eichenfass und 3 Jahre in Flaschen, Hand-Remuage auf den Rütteltischen [= « Pupitres »]), Dosage 0,5%):
Strohgelbgoldene Erscheinung; deutlich perlend mit markantem Perlenkranz; fein zartes Apfelbukett; erfrischend moussierender, herrlicher
und bestens ausgewogenen Körper; mittlerer Abgang. Im Wein ist übrigens die Fasslagerung nicht direkt nachweisbar. Ein Champagner
den ich gerne in meinem Keller hätte !
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CHAMPAGNE JEAN-CHARLES MILAN, OGER (NM); OGER, BRUT BLANC DE BLANC, «LES TERRES DE NOËL», SÉLECTION 1995,
GRAND CRU (100% Chardonnay, während 4 Jahren gereift in eigenen Kreidekalk-Kellern, Hand-Remuage auf den Rütteltischen
[= « Pupitres »]), Dosage 0,5%): Grünlich goldene Erscheinung; deutlich perlend mit markantem Perlenkranz; schön
zartes, nach reifen Birnen duftendes Bukett; herrlicher, komplexer und sehr gut entwickelter Körper; mittlerer Abgang. Ein gut ausgewogener
« Klasse-Champagner ».
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CHAMPAGNE JEAN-CHARLES MILAN, OGER (NM); OGER, BRUT BLANC DE BLANC, «TENDRESSE », SÉLECTION 1995, GRAND CRU
(100% Chardonnay, Ernten 1996 und 1997, während 3 Jahren gereift in eigenen Kreidekalk-Kellern, Hand-Remuage auf den
Rütteltischen [= « Pupitres »]), Dosage 3%): Brillante grünlichgoldene Erscheinung; ganz fein perlend mit diskretem, feinem
Perlenkranz; zartes, nach Äpfeln und Pfirsichen duftendes Bukett; schön fruchtiger markanter Körper, mit angenehmer, nicht aufdringlicher
Säure; mittlerer Abgang. Ein ausgezeichneter « Dessert-Champagner ».
Lycée Viticole De La Champagne, F-51190 Avize (Côtes de Blancs)
Das Lycée Viticole De La Champagne wurde 1952 als Schule für Winzer und Önologen gegründet. Neben dem Schulbetrieb findet hier auch eine
Stellenvermittlung der ausgebildeten Fachleute statt. Das Lycée bewirtschaftet eine Rebfläche von ca. 9 ha. Davon verkauft es das Traubengut von
etwa 4 ha, das restliche kellert es selber und baut diese in seinen Kellern aus. In dieser Bildungsstätte wird auf die Umwelterziehung und
damit den ökologisch gesteuerten Weinbau ein sehr grosses Gewicht gelegt.
Neben traditionellen werden auch hier moderne pneumatische Membranpressen verwendet. Das standardmässige Pressen in der
Champagne basiert auf Einheiten von je 4‘000 kg gelesenem Traubengut. Durch den Abpressprozess werden vorerst ca. 20,5 hl frei ablaufender Saft (=
«Cuvée») gewonnen. Durch das erste Pressen – hier mit einen einheitlich aufgebrachten Pressdruck von 0,2 kg/m2 - erhält man 5 hl
Presssaft (= «Taille ») und durch das zweite, verstärkte Pressen noch 5 hl Restsaft (= «Rebêche»). Während die «Cuvée-Weine » eher
säurebetont, weniger fruchtig, dafür besser strukturiert und langlebiger sind, zeichnen sich die «Taille-Weine » durch ihre geringere Säure, ihre
Fruchtigkeit und ihre tiefere Farbe aus.
Im Lycée Viticole von Avize werden nach der abgeschlossenen 2. Gärung (= Flaschengärung) die «Remuages» auf den Rütteltischen (= Pupitres)
zwei mal täglich wärend 1 bis 2 Monaten vorgenommen. Dabei werden hier die Flaschen jeweils kurz fein geschüttelt und um ca. 45° (= 1/8 des
Umfanges) gedreht und etwas steiler gestellt. Dadurch sammelt sich die Hefe sukzessive über den Korken an.
DEGUSTATION:
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CHAMPAGNE LYCÉE VITICOLE DE LA CHAMPAGNE, AVIZE (CM); SANGER, BRUT (60% Pinot Noir und 40% Chardonnay; Dosage: 2,4%):
Helle goldgelbe Erscheinung; relativ grob perlend; verhaltenes Bukett ; ziemlich lebhaft perlender und doch recht gut ausgeglichener
Körper; kürzerer bis mittlerer Abgang. Ein sehr lebhafter, animierender Wein.
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CHAMPAGNE LYCÉE VITICOLE DE LA CHAMPAGNE, AVIZE (CM); SANGER, BRUT, BLANC DE BLANC, 1995 (100% Chardonnay):
Goldene Erscheinung; zart perlend zu feinem Perlenkranz ; reines und feines nach Äpfeln und Birnen duftendes Bukett; sehr schöner,
angenehm prickelnder voluminöser Körper, dem zusätzlich noch Grapefruit-Noten entspringen; kürzerer bis mittlerer Abgang. Ein
erfrischender, ausgeglichener, herrlicher Champagner.
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CHAMPAGNE LYCÉE VITICOLE DE LA CHAMPAGNE, AVIZE (CM); «PRESTIGE DE SANGER», BRUT, BLANC DE BLANC, 1993 (100% Chardonnay):
Goldene Erscheinung; relativ fein perlend zu fein strukturiertem deutlichem Perlenkranz ; eher verhaltenes, feines, nach Holunderblüten,
Äpfeln, Birnen und Grapefruit duftendes Bukett; ziemlich prickelnder, kräftigerer Körper, von robuster Struktur, der etwas oxidierende Noten
zeigt; mittlerer bis längerer Abgang.
Restaurant Mont Aimé, Bergères-lès-Vertus, F-51130 Vertus (Côte des Blancs)
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CHAMPAGNE PAUL GOERG, VERTUS (CM); BRUT, ROSÉ (8% Pinot Noir und 92% Chardonnay):
Hellere zwiebelroséfarbige Erscheinung; ziemlich lebhafte Perlen bildend, mit deutlichem Perlenkranz ; relativ; markantes, nach Äpfeln
und Brombeeren duftendes Bukett; ziemlich mit Brombeeren betonten Fruchtnoten gezeichneter Körper von ziemlich harmonischer
Ausgewogenheit; kürzerer bis mittlerer Abgang. Ein sehr erfrischender Champagner.
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CHAMPAGNE GUY JACOPIN, VERTUS (NM); BRUT, BLANC DE BLANC 1ER CRU, «CUVÉE TRADITION» (100% Chardonnay):
Goldgelbe Erscheinung; stark moussierende, kleinere Perlen, die nach einer längeren Standzeit einen feinen Perlenkranz bilden;
leicht hefebetontes Apfelbukett (mit etwas « milchartigem» Stich); angenehm frischer, prickelnder Körper, mittlerer Weite und in ausgewogener
Harmonie stehend; kürzerer bis mittlerer Abgang. Ein sehr angenehm erfrischender Champagner mit ausgesprochener Feinheit.
Accompagne le Confident de Tourteaux.
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CHAMPAGNE PAUL CLOUET, BOUZY (RM); «CUVÉE PRESTIGE», BRUT, GRAND CRU (70% Pinot Noir und 30% Chardonnay):
Kräftig goldgelbe Erscheinung; ganz fein perlend und mit einem diskreten Perlenkranz ; verhaltenes, reines Apfel- / Grapefruitbukett; kräftiger,
fruchtiger Körper, der in ausgewogener Harmonie steht; mittlerer Abgang. Ein sehr imposanter Champagner, der in meinem Keller leider noch fehlt !
Accompagne la Rissolette de Ris de veau.
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DUVAL-LEROY, VERTUS (NM); VERTUSROUGE, CÔTEAUX CHAMPENOIS AC (100% Pinot Noir / gelagert während 6 Monaten in aus dem Bordelais stammenden Eichenfässern):
Mitteltiefe bis tiefere purpur- bis rubinrote Erscheinung; Sehr schön fruchtiges, nach Erdbeeren, Brombeeren und reifen Pflaumen
duftendes Bukett; mit einem markanten, schönen, aber noch etwas säure- und tanninüberbetonter Körper; mittellanger Abgang. Der mir
weitaus am besten gemundete «stille Champagner».
Accompagne le Filet de Boeuf Wellington.
18. MAI 2001: ÖSTLICHE VALLÉE DE LA MARNE
Caves Pommery, Place du Général Gouraud, F-51053 Reims
Die 1836 gegründeten Caves Pommery waren bis 1919 ein Familienbetrieb. Seit 1991 gehören sie zum Konzern LVMH. Dieser umfasst u.a. noch
die Champagner-Häuser Moët & Chandon, Veuve Clicquot-Ponsardin, Krug, Ruinart, Mercier sowie Canard-Duchêne. Die Caves Pommery haben ca.
300 ha in ihrem eigenen Besitz. Zusätzlich werden noch Trauben von 540 ha zugekauft und vinifiziert. Produziert werden hier jährlich etwa 6 Mio.
Flaschen, d.h. ca. 45‘000 hl Wein. Während das Traubengut in den Gemeinden dezentral abgepresst wird, erfolgt die eigentliche Vinifikation
(inklusive Gärprozess) und Lagerung zentral in Reims. Die 2. Gärung (Flaschengärung) und die «Remuages» werden im 18 km langen
Stollensystem (Galerien) vorgenommen. Dieses ist rund 30 m unter der Terrainoberfläche angelegt. Für die «Vin Prestiges» und Magnum-Weine, etc.
findet eine traditionelle «Remuage» auf den « Pupitres » statt.
DEGUSTATION:
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CHAMPAGNE POMMERY, REIMS (NM); BRUT «ROYAL» (2/3 Pinot Noir und Pinot Meunier und 1/3 Chardonnay):
Hellere grünlich goldene Erscheinung; fein perlend und einen deutlichen Perlenkranz bildend; verhaltenes Apfel-Grape-Bukett; angenehm
prickelnder Körper mit nicht aufdringlicher Frucht; mittlerer Abgang. Ein angenehmer Champagner der nicht von « Stürmigkeit » strotzt.
Restaurant Boyer «Les Crayères», 64 bd Vasnier, F-51100 Reims
DEGUSTATION:
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CHAMPAGNE ANDRÉ JACQUARD ET FILS, LE MESNIL-SUR-OGER (RM); BRUT, BLANC DE BLANC GRAND CRU, «CUVÉE SPEZIAL»
(100% Chardonnay): Goldgelbe Erscheinung; intensiv, jedoch fein perlend und langsam einen Perlenkranz bildend;
schönes, nach Äpfeln, Birnen und Grapefruit duftendes Bukett; ganz fein, prickelnder Körper von zarter Art, mit schönen Fruchtnoten;
kürzerer Abgang. Ein Superwein !
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CHAMPAGNE VEUVE CLIQUOT-PONSARDIN, REIMS (NM); 1995; RICH RÉSERVE, SEC :
Grünlich goldene Erscheinung; intensiv mit mittelgrossen Perlen moussierend, die langsam einen diskreten Kranz bilden; deutliches, aber
schon leicht oxidierendes, nach reifen Äpfeln, Birnen und Grapefruit duftendes Bukett; kräftiger, leicht süsslicher, gut fruchtiger Körper von
guter Struktur; mittlerer Abgang. Ein eher « ruhiger », aber reichhaltig fruchtiger Champagner. AVEC une Escalope de Foie gras de canard grillée,
son jus au Banyuls, des pommes de terre gaufrettes au chutney de dattes, une petite salade de navets et de betteraves crus.
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CHAMPAGNE BILLECART-SALMON, MAREUIL - SURAŸ (NM); BRUT RÉSERVE (Vorwiegend Pinot Noir, etwas Pinot Meunier und Chardonnay):
Goldgelbe Erscheinung; sehr fein zu einem diskreten Kranz perlend; verhaltenes, nach Äpfeln und Grapefruit duftendes Bukett; sehr reichhaltiger,
fruchtiger Körper, der im Gaumen ganz fein und angenehm prickelnd wirkt; kürzerer bis mittlerer Abgang. Ein Wein von grosser Noblesse.
AVEC le Filet de Saint-Pierre grillé, petit flan de bouchots, concassée de tomates et oignons safranés.
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CHAMPAGNE POMMERY, REIMS (NM); BRUT, 1995, GRAND CRU :
Intensive goldgelbe Erscheinung; fein perlend und einen diskreten Perlenkranz bildend; intensives nach reifen Äpfeln, Birnen und
Grapefruits duftendes Bukett; reichhaltiger, komplex strukturierter, aber nicht zu lebhafter Körper, welcher einen leicht bitteren Nachgout
zeigt; mittlerer Abgang. AVEC le Homard rôti, son fumet aux Sauternes, tombée de fenouil au persil plat.
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CHAMPAGNE LAURENT-PERRIER, TOURS SUR-MARNE (NM); BRUT, 1993:
Strohgoldene Erscheinung; deutlich perlend, wobei die Perlen nur zu einem diskreten Perlenkranz führen; kräftiges, schwierig zu differenzierendes
Bukett, das auch Röstaromen führt; intensiver, von Apfel-, Birnen- und Grapefruits-Aromen getragener Körper, der in guter Harmonie steht; mittlerer Abgang. Ein
markanter «Gaumenwein». AVEC la Volaille de Bresse en demi-deuil, riz basmati et aux truffes noires.
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CHAMPAGNE GOSSET, AŸ (NM); ROSÉ, BRUT (vinifiziert als Saignée-Wein):
Hellere lachsrote bis zwiebelroséfarbige Erscheinung; fein perlend zu einem diskreten Perlenkranz ; verhaltenes, nach Brombeeren,
Himbeeren und reifen Pflaumen duftendes Bukett; sehr schöner, intensiv fruchtiger Körper, der in guter Harmonie steht; mittlerer
bis längerer Abgang. Ein schöner, aber nur wenig prickelnder Wein. AVEC le Parfum des Iles: une aumônière croustillante garmie de dés d‘ananas
frais et rasins secs, accompagnée d‘une mousse au chocolat et d‘une glace au curry
Maison Jacques Bollinger, 16, rue Jules Lobet, F-51160 Aÿ (östliche Vallée de la Marne)
Das renommierte Champagner-Haus ist seit der 1829 erfolgten Firmengründung in Familienbesitz. Das hier verwertete Traubengut – grössten Teils
Pinot Noir-Reben – stammt zu 70% von den 152 ha eigenen Rebflächen. Die restlichen 30% werden von ca. 150 Winzern zugekauft, deren Anbaufläche
insgesamt ca. 64 ha umfasst. Die Produktion ergibt eine mittlere Weinmenge von 2 Mio. Flaschen, d.h. durchschnittlich 15‘000 hl pro Jahr. Das anfallende
Traubengut wird sogleich in einem der drei lokalen Pressstandorte – in Verzenay, Louvois oder Aÿ – abgepresst. Der Saft wird dann der zentralen
Kellerei in Aÿ zugeführt.
Das « Maison Jacques Bollinger » beschäftigt ständig 120 Angestellte, von denen 50 in den Kellern und 50 in den Rebbergen tätig sind. 20 sind
mit Büro- und Administrationsaufgaben beauftragt. Während der Weinlese werden noch zusätzlich 330 Leserinnen und Leser benötigt.
In diesem Produktionsbetrieb verarbeitet man nur den «Vin Cuvée », der anfallende «Vin Taille » wird an andere Produktionsbetriebe verkauft.
Erzielt werden sollen hier kräftige, lang lebige Weine, weshalb eher säurebetonte Weine angestrebt werden.
Die «Vins millésimés» und «Vins de Réserves » werden während 6 Monaten – also bis kurz vor der Flaschenabfüllung - in gebrauchten, 6
Jahre alten Barriques ausgebaut. Die andern Weine werden in Edelstahltanks vinifiziert, dies thermoreguliert und computergesteuert. Während für die
Barriquesweine kein biologischer Säureabbau vorgenommen wird, wird ein solcher bei den andern konsequent angewendet. Die Flaschenlagerung
dauert für die « Cuvée Spéziale Weine » 3 Jahre, für die « Millésimé Weine » 5 Jahre und für die, nur in grossen Jahren erzeugten « Récemment Dégorgé
Weine » 8 Jahre.
In den ca. 6 km langen Galerien, welche alle von Bollinger selbst ausgebrochen wurden, lagern stets etwa 10 Mio. Flaschen. Davon sind ca. 250‘000
Magnumflaschen, deren Weine grossenteils als «Vin de Réserve» gebraucht werden. Während die «Remuages» für alle «Cuvée Spézial Weine »
maschinell, d.h. in Giropaletten erfolgt, werden die « Millésimé Weine » und die «Magnum-Weine » auf den traditionellen «Pupitres » behandelt.
Von der Erkenntnis, dass mittels neuer Hefen die Remuagevorgänge sich auf 3 Tage verkürzen lassen, wird hier auch Gebrauch gemacht. Dies da
diese, bei der Verwendung von traditionellen Hefen sonst ca. 15 Tage zu dauern haben.
DEGUSTATION:
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CHAMPAGNE JACQUES BOLLINGER, AŸ (NM); GRAND ANNÉE 1992, BRUT (65% Pinot Noir, 35% Chardonnay; 83% Grand Cru, 17% 1er Cru):
Deutliche altgoldene Erscheinung; mässig moussierend mit ganz feinen Perlen und einen ganz feinen Perlenkranz bildend; schönes,
nach Äpfeln, Pfirsichen und Grapefruits duftendes, intensiveres Bukett; im Gaumen wunderbar prickelnder Körper mit feinen, komplexen
Fruchtaromen; mittlerer Abgang. Ein Wein der dem Berichterstatter sehr gut gefiel.
19. MAI 2001: MONTAGNE DE REIMS
Société de producteurs, 28, rue de la Libération, F-51500 Mailly Champagne
Der Anbau in dieser 1929 gegründeten Coopérative umfasst ca. 70 ha. Auf dieser Fläche gedeihen rund – Pinot Noir- und – Chardonnay-
Gewächse. Das Abpressen erfolgt in einer der 3 pneumatischen Membranpressen à je 8‘000 kg Inhalt. Die gewonnenen Traubensäfte werden dann
in einer der 8 Inoxstahltanks - die je 672 hl fassen – thermokontrolliert vinifiziert.
Neben reinen Champagner-Weinen werden hier auch Pinot Noir –Trauben zu « stillen Weinen » der Appellation « Côteaux Champenoises » gekeltert.
Hierzu dienen 10 Edelstahltanks à je 116 hl Fassungsvermögen.
Die Flaschenlagerung erfolgt in einem rund 1 km langen Stollenwerk, das in den Jahren 1925 bis 1929 erstellt wurde. Es bietet Raum für rund
1,7 Mio. Flaschen, also für 12‘700 hl Wein. Die Lagerungszeit beträgt normalerweise 2-4 Jahre, für den «Vin Prestige » dauert sie allerdings 10 bis
15 Jahre. Die «Vins de Réserve » erfahren hier ein Lagerung in den Cuves von 2 bis 7 Jahren.
Das Dégorgement wird für die 7 dl Flaschenweine maschinell, und für alle andern Weine von Hand ausgeführt.
DEGUSTATION:
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CHAMPAGNE SOCIÉTÉ DE PRODUCTEURS, MAILLY (CM); EXTRA BRUT, GRAND CRU (75% PINOT NOIR, 25% Chardonnay):
Goldgelbe Erscheinung; sehr deutliche, etwas gröbere Perlen führen zu einem markanteren Kranz ; reines, nach Äpfeln und Grapefruit duftendes
Bukett; etwas säurebetonter und dennoch angenehmer, lebhaft prickelnder Körper mit deutlichen Apfel-Fruchtnoten; kürzerer Abgang. Ein typischer « Standardchampagner ».
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CHAMPAGNE SOCIÉTÉ DE PRODUCTEURS, MAILLY (CM); BRUT, BLANC DE NOIRS, GRAND CRU (100% PINOT NOIR):
Goldgelbe Erscheinung; kräftige Perlen führen zu einem klaren Kranz ; nach Beeren und Äpfeln intensiv duftendes Bukett; mit einem
säurebetonten Körper mit deutlichen Apfel- Fruchtnoten; kürzerer bis mittlerer Abgang. Ein ausgesprochener « Nasenwein ».
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CHAMPAGNE SOCIÉTÉ DE PRODUCTEURS, MAILLY (CM); BRUT, 1995, GRAND CRU (75% PINOT NOIR, 25% Chardonnay):
Goldgelbe Erscheinung; anfänglich sehr stark, dann abnehmend und viel feiner perlend, dies zu einem diskreten Kranz führend; verhaltenes,
nach Äpfeln und Grapefruits duftendes Bukett; mit einem, von deutlichen Apfel- Fruchtnoten getragener, prickelnder Körper,
der von guten Säuren getragen ist; eher mittlerer Abgang.
François Fagot, 26, rue Gambetta, F-51500 Rilly-la-Montagne
Im Hause Fagot werden Champagnerweine von der eigenen Rebfläche von 7 ha und von 2 ha weiterer Winzer bereitet. Die Jahresproduktion beträgt
zwischen 80‘000 und 90‘000 Flaschen, was durchschnittlich 600 – 675 hl / Jahr entspricht. Mit François Fagot sind 4 Mitarbeiter ständig beschäftigt.
Die Vergärung erfolgt hier in einem thermokontrollierten Maischetank. Die Kellerinfrastrukturen sind so ausgerichtet, dass keine Pumpe von
werdendem Wein erforderlich ist. Alle Bewegungen folgen somit den Gesetzmässigkeiten der Gravitation. Das 200 m lange Kellersystem wurde von Mr
Fagot, zusammen mit 20 Kollegen eigenhändig unterirdisch ausgebrochen.
Mit den «Remuages» wird bei den « Standardweinen » frühestens 15 Monate nach der Flaschenabfüllung begonnen, bei den « Millésimé-
Weinen» gar erst nach 30 Monaten. Alle «Remuages» erfolgen hier in traditioneller Weise auf den « Pupitres ». Dabei werden die Flaschen
jeweils kurz geschüttelt und um nur ca. 22 ° (= 1/16 des Umfanges) gedreht und etwas steiler gestellt. Diese Prozesse werden während mindestens
64 Tagen täglich wiederholt. Der diesbezügliche manuelle Aufwand lässt sich daraus abschätzen, indem ein guter «Remueur» pro 50‘000 bis 60‘000
Flaschen zu bearbeiten vermag.
DEGUSTATION:
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CHAMPAGNE FRANÇOIS FAGOT, RILLY-LA MONTAGNE (NM); BRUT, TRADITION, 1ER CRU (1/3 PINOT NOIR, 1/3 PINOT MEUNIER, 1/3 Chardonnay):
Altgoldene Erscheinung; mit kräftigen Perlen sich zu einem « groben », breiten Kranz entwickelnd; feinstes, nach Äpfeln und Grapefruit
duftendes Bukett; mit feinfruchtigem, gut ausgewogenen Körper, der sehr angenehm prickelt. mit deutlichen Apfel-Fruchtnoten; mittlerer
Abgang. Ein beachtlicher Champagner, der dem Degustator gut bekam.
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CHAMPAGNE FRANÇOIS FAGOT, RILLY-LA MONTAGNE (NM); BRUT, CUVÉE DE L‘AN 2000, ASSEMBLAGE DER JAHRGÄNGE 1995 UND 1996 (30% PINOT NOIR, 10% PINOT MEUNIER, 60% Chardonnay):
Goldgelbe Erscheinung; deutlich «feinporig» moussierend zu einem eher diskreten Perlenkranz; verhaltenes, reines, nach Äpfelnund Grapefruit duftendes Bukett; mit sehr feinem,
zarten Fruchtkörper, der einem im Gaumen diskret prickelt; mittlerer Abgang. Ein sehr gut ausgewogener, ganz fein zarter Champagner.
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CHAMPAGNE FRANÇOIS FAGOT, RILLY-LA MONTAGNE (NM); BRUT ROSÉ (SAIGNÉE; 90% PINOT NOIR, 5% PINOT MEUNIER, 5% Chardonnay):
Hellere lachsrosefarbige Erscheinung; mit feinen Perlen kleinerer Grösse, die sich zu einem diskreten Kranz finden; mit einem Bukett, das
an Beeren, Pfirsichen, Äpfeln und Honig erinnert; mit einem sehr feinem Fruchtkörper, der einem im Gaumen sehr angenehm prickelt;
mittlerer Abgang. Ein sehr gut ausgewogener Champagner von sehr schönem Charakter.
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CHAMPAGNE FRANÇOIS FAGOT, RILLY-LA MONTAGNE (NM); BRUT, 1995 (60% PINOT NOIR, 20% PINOT MEUNIER, 20% Chardonnay):
Goldgelbe Erscheinung; kräftig moussierend zu einem schönen Perlenkranz ; eher verhaltenes, nach Äpfeln und Grapefruit duftendes Bukett;
mit markant prickelnder Frucht einen guten, bestens strukturierten Körper bildend; mittlerer Abgang. Ein sowohl gut ausgewogener, als
auch ein kräftig erfrischender Champagner.
Restaurant «Le Vigneron», Place P. Jamot, F-51100 Reims
DEGUSTATION:
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CHAMPAGNE EARL DIEBOLD-VOLLOIS, CRAMANT (SR); BRUT :
Hellere goldgelbe Erscheinung; mässig intensiv, mit mittelgrossen Perlen sich zu einem Kranz entwickelnd; schön fruchtiges, nach
Äpfeln, Birnen und Grapefruit duftendes Bukett; mit mässig prickelnder Frucht einen guten, bestens strukturierten Körper bildend,
der von einer schönen feinen Säuren getragen wird. Ein angenehmer Champagner.
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UNION DES PROPRIÉTAIRES RÉCOLTANTS, LE MESNIL S/OGER (CM); «LE MESNIL»: CÔTEAUX CHAMPENOIS AC
Hellere grünlich goldgelbe Erscheinung; ganz verhaltenes, nach Äpfeln und Grapefruit duftendes Bukett; mit einem eher diskreten
Fruchtkörper, der von einer feinen Säure getragen wird. Ein nicht übertrieben säurebetonter Wein mit kürzerem Abgang.
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CHAMPAGNE SOCIÉTÉ DE PRODUCTEURS, MAILLY (CM); BRUT, 1995, GRAND CRU, BLANC DE NOIR (100% PINOT NOIR):
Goldgelbe Erscheinung; mässig intensiv, mit mittelgrossen Perlen sich zu einem schönen Kranz entwickelnd; kräftigeres, nach Äpfeln
und Grapefruit duftendes Bukett; mit angenehm prickelndem, fruchtigem Körper, von mittlerem Abgang.
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FLORENT BERGERONNEAU, VILLEDOMMANGE (RM); «VILLEDOMMANGE ROUGE», CÔTEAUX CHAMPENOIS AC :
Hellere bis mittelrubinrote Erscheinung; reines, nach roten Erdbeeren und Himbeeren duftendes Bukett mittlerer Intensität; ziemlich
säurebetonter Fruchtkörper; kürzerer bis mittlerer Abgang.
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CHAMPAGNE JOSEPH PERRIER FILS ET CIE, CHALONS-EN-CHAMPAGNE (NM); BRUT ROSÉ:
Hellere lachsrote Erscheinung; intensiv und grob perlend zu einem Perlenband; mit einem lebhaft prickelnden, schön fruchtigen Körper;
mittlerer Abgang. Ein eher als « wilder Wein » wirkender Champagner.
LITTERATUR
BESSEMOULIN, JEAN, 1986, Atlas Climatique de la France, Edition réduite, 3e Edition; Ministre des Transports, direction de la météorologie,
Paris.
POMEROL, CHARLES, 1986; Terroires et vins de France. Itinéraires oenologiques et géologiques. 2e édition. ‚Edition du Bureau de recherches géologiques
et minières, Orléans Cedex. 350 S.
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